US-Initiative will Online-Erlöse gemäß der realen Marktstellung

08.06.2005 in Interne Themen
In den USA haben sich 125 Independent-Record Labels zusammengeschlossen und wollen den vier großen Plattenfirmen Paroli bieten.

New York - In den USA haben sich 125 Independent-Record Labels zusammengeschlossen und wollen den vier großen Plattenfirmen Paroli bieten. Das Kollektiv will unter dem Namen „American Association of Independent Music“ (A2IM) mehr Stärke auf dem erodierenden Musik-Markt beweisen, berichte CNET. Führende Persönlichkeiten wollen durch die Unterstützung der Initiative den „Indie“-Marktanteil im Rahmen der digitalen Transformation des Musikmarktes ausbauen. „Wenn der Markt besser versteht, wie wichtig die Independent-Community ist, dann wird es größere Möglichkeiten geben“, meint Steve Gottlieb, CEO von TVT-Records und Vorstandsmitglied der Vereinigung.

Der Fokus der Interessengemeinschaft liegt in der Transformation des Musikmarktes im Online-Bereich und der digitalen Medienlandschaft. Das Auftreten orientiert sich an ähnlichen Gruppierungen, die bereits in Großbritannien und anderen Regionen Erfolge erzielen konnten.

In den USA beschweren sich die Independent-Labels seit langem über die geringeren Erlöse aus digitalen Services als dies bei großen Plattenfirmen wie Universal Music und Sony BMG der Fall ist. Ein Unterschied hat sich trotz der steigenden Beliebtheit von “Independent Music” in den Vereinigten Staaten etabliert. Laut Gottlieb setzen sich die Playlists der Internet-Radio-Stationen zu mehr als 30 Prozent aus Independent-Künstlern oder -Labels zusammen. Dies sei ein Zeichen, dass die “Indie-Labels” dieselbe Behandlung verdienen wie die großen.

Quelle: pressetext.austria